Politisches Selbstverständnis: I

Wir haben vor wenigen Tagen die ersten drei Texte unseres politischen Selbstverständnisses hochgeladen.

In „Kapitalismus, Automatisierung, Krise“ erklären wir, was es mit dem Kapitalismus auf sich hat und warum wir seine Abschaffung fordern.

In „Staatslogik und repräsentative Demokratie“ wenden wir uns der Analyse des Staates zu und machen dabei sowohl auf die strukturellen Imperative des Staatensystems als auch auf das Demokratiedefizit innerhalb repräsentativer Systeme aufmerksam.

Zuletzt beschäftigt sich „Soziale Klassen und ihre Konflikte“ auf der soziologischen Ebene mit dem Phänomen des Klassenkampfes und liefert uns wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die entscheidende Frage: Was tun?

Gebt uns eurer Feedback!

Düsseldorf: Urteilsverkündung im Fall Latife

Am 16.02.2017 soll im Prozess gegen unsere Freundin Latife das Urteil verkündet werden. Das Verfahren basiert auf dem mit rechtsstaatlichen Normen nicht vereinbaren Paragraphen 129b, der oftmals als „Willkürparagraph“ bezeichnet wird und es der Exekutive in Form des Justizministeriums bzw. der Bundesregierung erlaubt, auf dem Gebiet der Judikative zu wildern. Dies ist ein Verstoß gegen die Prinzipien der Gewaltenteilung.

Gegen Latife liegen keinerlei Beweise oder auch nur Indizien für kriminelle Handlungen vor. Allein aufgrund ihrer Mitgliedschaft im gemeinnützigen Verein „Anatolische Föderation“ wird ihr auf Befehl der türkischen Regierung der Prozess gemacht.

Wir fordern dazu auf, am 16.02. um 11 Uhr beim Obrlandesgericht Düsseldorf Cecilienallee Solidarität zu zeigen. Dies sind wir nicht nur unserer Freundin Latife schuldig, sondern auch der Demokratie an sich. Lasst uns gemeinsam ein Ende der Kooperation zwischen BRD und Erdogans Diktatur einfordern.

Genauere Informationen findet ihr hier: https://prozessbericht.noblogs.org/sample-page/

Philosophischer Salon: Soziale Erkenntnistheorie I

Am Mittwoch, 15.02.2016, um 19:30 Uhr findet wieder der Philosophische Salon im V6 statt.

Soziale Erkenntnistheorie I. Vertrauen in epistemische Autoritäten

„Warum glauben Sie, was Sie die Professorin im Auditorium lehrt?“
„Weshalb halten Sie für wahr, was in der Zeitung steht?“
Der sozialen Erkenntnistheorie zur Folge ist der überwiegende Teil unseres Wissens sozial vermittelt. Die Frage, warum wir eine Überzeugung für wahr halten, zielt vor diesem Hintergrund auf den epistemischen Status des Zeugnisses anderer ab. Da wir aus Gründen begrenzter Ressourcen und Kompetenzen nicht in der Lage sind, diese Zeugnisse steter qualifizierter Prüfung zu unterziehen, sind wir darauf angewiesen, unseren Mitmenschen und Institutionen zu vertrauen. In diesem Vortrag gehe ich der Frage nach den Funktionen epistemischer Autoritäten und den Problemen der Rechtfertigung sozialer Glaubwürdigkeitspräsumtionen nach. Der Vortrag schließt mit einer Anwendung der diskutierten Modelle auf die Phänomene des systematischen Misstrauens gegenüber dem Journalismus („Lügenpresse“) und den Wissenschaften („Systemwissenschaft“), ihrer (mangelnden) Rechtfertigung und einigen Erklärungsskizzen.

Anmerkung I
Im kommenden Monat (14.03.; ab März findet der Philosophische Salon stets am 2. Dienstag im Monat statt) folgt der zweite und vorläufig abschließende Teil dieser Reihe: „Soziale Erkenntnistheorie II. Ideologiekritik sozio-epistemischer Rahmenbedingungen.“ Ein Besuch des ersten Vortrags ist für das Verständnis zwar empfehlenswert, aber nicht obligat.

Anmerkung II
Für den 15.02. war ursprünglich der Vortrag „Die Darstellung Piłsudskis in der polnischen Gesellschaft zur Zeit der Flüchtlingskrise – Ideal und Wirklichkeit einer Identifikationsfigur“ angekündigt. Leider muss dieser Vortrag kurzfristig ausfallen. Ggf. wird er jedoch im Laufe des Jahres nachgeholt.

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Philosophischer Salon: Aufklärungstechnologie

Am Mittwoch, 16.11.2016, um 19:30 Uhr findet wieder der Philosophische Salon im V6 statt.

Aufklärungstechnologie: Das Ideal der Selbstbefreiung durch das Wissen und die Praxis der Irrtumskorrektur


Traditionell wird das Programm der Aufklärung darin gesehen, die Unmündigkeit des Menschen zu reduzieren und seine Autonomie zu forcieren – was durch Selbstdenken, die Emanzipation von Autoritäten und zutreffendes Sachwissen geleistet werden soll. Karl R. Popper brachte diese Agenda durch das Ideal der „Selbstbefreiung durch das Wissen“ auf den Begriff. Doch es benötigt eine weitergehende Bestimmung, was näher unter dieser „Selbstbefreiung“ verstanden werden kann und welche Arten von Wissen und Wissensvermittlung die Realisierung dieses Ideals zu leisten vermögen. Diese näheren Bestimmungen konstituieren die „Aufklärungstechnologie“, deren Aufgabe es ist, zu eruieren, welche Mittel besonders geeignet sind, um den Zweck der Aufklärung zu erfüllen.

Der Vortrag wird in einem ersten Schritt eine Charakterisierung der Aufklärungstechnologie bemühen und sodann den Blick auf einige neuere Diskussionen in der angelsächsischen Psychologie werfen, die nahe legen, dass die Praxis der Irrtumskorrektur, die Gegenstand der Aufklärungstechnologie ist, mit Problemen zu kämpfen hat, die auch die Aufklärungstechnologie dazu zwingen könnte, neue Wege zu gehen. Im Fokus stehen hier exemplarisch sogenannte „Backfire-Effects“, die das gutuntersuchte Phänomen beschreiben, dass der Versuch, Irrtümer zu korrigieren, unter bestimmten Umständen systematisch zu einer Verstärkung dieser Irrtümer führen kann, statt zu ihrer Reduzierung. Um diesem Effekt zu entgehen, empfehlen einige Psychologen, rationale Diskussion und Wissensvermittlung durch indirekte Taktiken der Handlungs- und Überzeugungsänderung zu ersetzen. Im Anschluss an den Vortrag werden wir darüber diskutieren, welche Konsequenzen diese Debatten für die Aufklärungstechnologie haben können und müssen.

Facebook-Veranstaltung

Youtube-Kanal

Lange musstet Ihr warten, jetzt ist es endlich so weit: Ab sofort findet ihr alle Vorträge unseres Workshops „Von der Kritik zur Alternative“ auf unserem brandneuen YouTube – Kanal!

In Zukunft wird es dort regelmäßig neue, spannende Vorträge zu hören geben.

Und das Beste: Mit einem kleinen Klick auf „Abonnieren“ verpasst ihr garantiert nichts mehr!

Wir wünschen Euch viel Spaß und anregende Unterhaltung bei den Vorträgen unseres diesjährigen Workshops und bei allem, was noch folgen wird!

https://www.youtube.com/channel/UCF0_duq3NxBpve2nJb0BGww

„Kitchen for all“ in October

On October 30 ,Sunday, at 12:00 we would like to invite you to „Kitchen for all“ at V6, Volmerswerther Straße 6, Düsseldorf.

 

Kitchen for all – According to this motto we would like to invite you to cook and eat together with us.

At the same time we would like to give you the opportunity to talk about as well as discuss political topics and events casually and openly.

Kifa is also intended as meeting for the exchange of experience with political activities, for the development of contacts to other political activists, for networking and for the organization of future political actions.

Yet cooking together and getting to know each other matter to us most of all (Even if you do not cook or discuss political topics usually in your daily life, you are nevertheless very welcome).

We will prepare a vegan meal every time, if you want to, you can contribute some ingredients to this meal or prepare your own meal (which does not have to be vegan) for us and our guests, our kitchen is available from 12.

Kitchen by everyone for everyone – that is kitchen for all.

If you should have further questions, just write us a message.

Kitchen for all – Unter diesem Motto möchten wir euch dazu einladen, mit uns gemeinsam zu kochen und zu essen.

Dabei möchten wir euch die Möglichkeit geben, politische Themen und Geschehnisse in einem offenen und zwanglosen Rahmen zu besprechen und zu diskutieren.

Kifa ist gleichzeitig auch als Treffen für den Austausch der durch politische Aktivität gemachten Erfahrungen, für das Knüpfen von Kontakten zu anderen politischen AktivistInnen, für Vernetzung und für das Organisieren von zukünftigen politischen Aktionen, gedacht.

Doch vor Allem geht es uns eben um das gemeinsame Kochen und das gegenseitige Kennenlernen (Auch wenn das Kochen oder eben das Diskutieren politischer Themen normalerweise nicht zu euren alltäglichen Aktivitäten gehören, seid ihr herzlich eingeladen).

Wir bereiten jedes Mal ein veganes Gericht zu, wenn ihr wollt, könnt ihr zum Kochen gerne Zutaten beisteuern oder eigene Gerichte (die nicht vegan sein müssen) für uns und unsere Gäste mitbringen oder zubereiten, unsere Küche steht euch ab 12 Uhr zur Verfügung. Küche

von allen für alle – das ist Kitchen for all.

Solltet ihr noch Fragen haben, schreibt uns einfach an.