Workshop: Von der Kritik zur Alternative

Die Neuauflage unseres zweitägigen Workshops

Samstag und Sonntag, 03. und 04.07.2016, findet ab jeweils ab 13 Uhr bis 20 Uhr der Workshop „Von der Kritik zur Alternative“ im V6 statt. Alle sind herzlich eingeladen.


Eintritt frei
Es wird Verpflegung für beide Tage geben

Wer von außerhalb kommt, am Workshop teilnehmen möchte und einen Schlafplatz sucht, meldet sich bitte unter: adh@riseup.net

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Flyer als PDF

 

(Links zu den Texten folgen in Kürze)

 

TAG I: ANALYSE

Strukturelle Unvernunft – Staat und Kapital

Wer die Welt verändern will, muss sie zunächst verstehen. Die wichtigsten Wirkkräfte der heutigen Welt sind Kapitalismus und Staatensystem. Diese Strukturen organisieren das globale Geschehen, doch ihre komplexen Wirkmechanismen bleiben häufig im Dunkeln. Wir wollen daher die Grundlagen der Funktionsweise von Staat und Kapital gemeinsam erarbeiten.

Ideologien der Antimoderne und Gegenaufklärung

Weltweit sind antimoderne Ideologien auf dem Vormarsch – Rassismus, Nationalismus, Sexismus und Islamismus sind nur einige alltägliche Beispiele. Wie ist der Rückfall in Ausgrenzung, identitäres Denken und gegenaufklärerische Barbarei zu erklären? Diese Fragen müssen beantwortet werden, wenn wir Lösungen für die drängenden Probleme unserer Zeit finden wollen.

 

TAG II: TRANSFORMATION

Entwürfe für die Zukunft – Computerkommunismus und basisdemokratischer Globalzentralismus

Gegenwärtige linke Bewegungen können nach dem Desaster des „Realsozialismus“ keine Alternative mehr bieten. Dieser Mangel an Zukunftsvisionen hat alle progressiven Bewegungen in eine hoffnungslose Defensive gedrängt. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, wollen wir uns konkret und ernsthaft damit beschäftigen, wie eine funktionierende Gesellschaft jenseits von Staatensystem und Kapital organisiert werden kann.

Wege in die Zukunft – Eine Roadmap für die kommenden Dekaden

Die weltpolitische Lage ist ernst. Der bürgerliche Staat und die neoliberalen Eliten haben abgewirtschaftet. Die gigantischen ökologischen, sozialen, ideologischen und technologischen Probleme unserer Zeit werden sich verschärfen. Wir können uns idealistische Träumereien nicht mehr leisten. Deshalb wollen wir es wagen, die Machtfrage zu erörtern und verantwortungsvoll zu planen, wie die Transformation in die Gesellschaft der Zukunft realisiert werden kann.

Kitchen For All

Sunday, 28.08.2016
V6, Volmerswerther Straße 6, 40221 Düsseldorf

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Kitchen for all – According to this motto we would like to invite you to cook and eat together with us.

At the same time we would like to give you the opportunity to talk about as well as discuss political topics and events casually and openly.

Kifa is also intended as meeting for the exchange of experience with political activities, for the development of contacts to other political activists, for networking and for the organization of future political actions.

Yet cooking together and getting to know each other matter to us most of all (Even if you do not cook or discuss political topics usually in your daily life, you are nevertheless very welcome).

We will prepare a vegan meal every time, if you want to, you can contribute some ingredients to this meal or prepare your own meal (which does not have to be vegan) for us and our guests, our kitchen is available from 12.

Kitchen by everyone for everyone – that is kitchen for all.

If you should have further questions, just write us a message.

Kitchen for all – Unter diesem Motto möchten wir euch dazu einladen, mit uns gemeinsam zu kochen und zu essen.

Dabei möchten wir euch die Möglichkeit geben, politische Themen und Geschehnisse in einem offenen und zwanglosen Rahmen zu besprechen und zu diskutieren.

Kifa ist gleichzeitig auch als Treffen für den Austausch der durch politische Aktivität gemachten Erfahrungen, für das Knüpfen von Kontakten zu anderen politischen AktivistInnen, für Vernetzung und für das Organisieren von zukünftigen politischen Aktionen, gedacht.

Doch vor Allem geht es uns eben um das gemeinsame Kochen und das gegenseitige Kennenlernen (Auch wenn das Kochen oder eben das Diskutieren politischer Themen normalerweise nicht zu euren alltäglichen Aktivitäten gehören, seid ihr herzlich eingeladen).

Wir bereiten jedes Mal ein veganes Gericht zu, wenn ihr wollt, könnt ihr zum Kochen gerne Zutaten beisteuern oder eigene Gerichte (die nicht vegan sein müssen) für uns und unsere Gäste mitbringen oder zubereiten, unsere Küche steht euch ab 12 Uhr zur Verfügung. Küche

von allen für alle – das ist Kitchen for all.

Solltet ihr noch Fragen haben, schreibt uns einfach an.

Philosophischer Salon: Zur Kritik an Ayn Rands ‚Objektivismus‘

Am Mittwoch, 21.09.2016, um 19:30 Uhr findet wieder der philosophische Salon im V6 statt.

Dieses Mal: Zur Kritik an Ayn Rands ‚Objektivismus‘

Ayn Rands Weltanschauung des „Objektivismus“ – hauptsächlich in ihrem Roman „Atlas Shrugged“ (1957) dargelegt – ist außerhalb des englischsprachigen Raumes (und auch dort hauptsächlich in den Diskursen der selbsternannten „Anarchokapitalisten“) kaum rezipiert worden. Dabei erfreut sie sich in den entsprechenden Kreisen größter Beliebtheit und wird häufig als philosophische Legitimation für neoliberale Konzeptionen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft angeführt, weil sie von Metaphysik über Epistemologie bis Ethik eine scheinkohärente Legitimation für den Egoismus liefert. Das geringe Interesse an Rands Schaffen ist nicht zuletzt in dessen geringer literarischer und intellektueller Qualität begründet aber in dem Vortrag soll es im Wesentlichen um ihre formalen Fehler, ihre recht arbiträr anmutenden Griffe in die Konzeptkiste der Philosophiegeschichte und ihre fragwürdige Moralphilosophie gehen. Abschließend werde ich einige Wort zu dem erheblichen Einfluss von Ayn Rand auf zeitgenössische neoliberale Diskurse sagen.

 

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Vortrag & Diskussion: Basale Rationalitätsvorstellungen und fundamentaler Relativismus

Vortrag und Diskussion am Dienstag, 13.09.2016, um 19:30 Uhr im V6.
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Basale Rationalitätsvorstellungen und fundamentaler Relativismus


Wenn wir uns für die vorläufige Akzeptanz oder Ablehnung einer Theorie entscheiden, wenn wir eine Überzeugung als falsch oder ein Argument als triftig ansehen, so führen wir dies jeweils in letzter Konsequenz vor dem Hintergrund von basalen Annahmen darüber durch, was wir als *vernünftig* verstehen. Jede Methode, ja selbst etwa die Idee, dass der empirische Voraussageerfolg einer Theorie ein Indiz für die Richtigkeit dieser Theorie sein kann, fußt letztlich auf diesen basalen Rationalitätsvorstellungen.

Nun entsteht jedoch ein fatales Problem: Wenn diese basalen Vorstellungen systemisch bereits vorausgesetzt werden müssen, um selbst eine Methode als akzeptabel zu verstehen – können diese dann selbst überhaupt kritisiert werden? Sind basale Rationalitätsvorstellungen qua ihrer Funktion bereits restlos gegen Kritik und damit vernünftige Revision immunisiert? Und wie ließe sich die Konsequenz dieses Infallibilismus – nämlich ein fundamentaler Relativismus, bei dem divergierende basale Rationalitätsvorstellungen vielleicht nicht einmal mehr eine gemeinsame primitive Verständigungsgrundlage teilen – umgehen? Diese Fragen klingen zwar in hohem Maße philosophisch-abstrakt; doch sind sie von unmittelbarer – auch politischer – Relevanz: Denn sie verweisen auf die Problematik, wie vernünftig unsere Vorstellungen von Vernünftigkeit, damit unsere Theorien, Methoden und auch die Ablehnungen der in unseren Augen „falschen“ Theorien sind, und betreffen die Frage nach der Reichweite politisch-weltanschaulicher *Aufklärung* mittels vernünftiger Argumentation.

Exemplarische Literatur zur Orientierung:

Thomas NAGEL (1999): Das letzte Wort. (insb. Kapitel 5)
Hilary PUTNAM (1982): Vernunft, Wahrheit und Geschichte. (insb. Kapitel V, VII, VIII und IX)
Hans Jürgen WENDEL (1990): Moderner Relativismus. Zur Kritik antirealistischer Sichtweisen des Erkenntnisproblems.

Lesekreis – Einführung in die Kapitalismuskritik

Am Montag, 04.07.2016, um 19:30 Uhr findet wieder ein ADH-Lesekreis im V6 statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Dieses mal wollen wir die „Grundlagen der Kapitalismuskritik“ der Gruppen gegen Kapital und Nation lesen. Dieser Text bietet eine gute, prägnante Einführung in die marxistische Ökonomiekritik.

Den Text findet ihr hier

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Philosophischer Salon: Gerechtigkeit und der Freie Markt

Am Mittwoch, 13.07.2016, um 19:30 Uhr findet wieder der philosophische Salon im V6 statt.

Dieses Mal: Gerechtigkeit und der Freie Markt

Nach Robert Nozick ist nur der Freie Markt gerecht, denn eine Einschränkung des freien Austausches ist eine ungerechte Verletzung der Eigentumsrechte des Einzelnen. Seine Verteidigung des Eigentums sieht er auch als eine Verteidigung individueller Freiheit. In dem Vortrag sollen sich Nozicks Argumente genauer angeschaut und erwägt werden, wie eine (marxistische) Kritik an diesen aussehen kann.

Literatur:
R. Nozick: Anarchie, Staat, Utopia. Olzog, München 2011.
G.A. Cohen: Self-ownership, freedom and equality, Cambridge University Press 1995.

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Vortrag und Diskussion: Grüne Kapitalismuskritik?

Donnerstag, 07.07.2016, um 19:00 Uhr im V6:

Das kapitalistische Wirtschaftssystem hat unseren Planeten geformt und verändert. Doch stößt der Kapitalismus nun an seine natürlichen Grenzen? Wie sinnvoll ist eine ökologische Kritik am Kapitalismus? Der Vortrag soll einen Überblick über einige spannende Fragen in der politischen Ökologie und der Umweltökonomie geben. Wir wollen gemeinsam diskutieren ob wir einen Wachstumsstop brauchen und ob dieser mit dem Kapitalismus vereinbar ist.

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