Paragraphen aus Gummi

Anlässlich des Verfahrens gegen Latife haben wir einen Text verfasst, der sich kritisch mit den Paragraphen 129a und 129b auseinandersetzt. Ihr könnt den Text unter „Analyse und Praxis“ finden oder einfach diesen Link benutzen!

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Politisches Selbstverständnis: I

Wir haben vor wenigen Tagen die ersten drei Texte unseres politischen Selbstverständnisses hochgeladen.

In „Kapitalismus, Automatisierung, Krise“ erklären wir, was es mit dem Kapitalismus auf sich hat und warum wir seine Abschaffung fordern.

In „Staatslogik und repräsentative Demokratie“ wenden wir uns der Analyse des Staates zu und machen dabei sowohl auf die strukturellen Imperative des Staatensystems als auch auf das Demokratiedefizit innerhalb repräsentativer Systeme aufmerksam.

Zuletzt beschäftigt sich „Soziale Klassen und ihre Konflikte“ auf der soziologischen Ebene mit dem Phänomen des Klassenkampfes und liefert uns wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die entscheidende Frage: Was tun?

Gebt uns eurer Feedback!

Düsseldorf: Urteilsverkündung im Fall Latife

Am 16.02.2017 soll im Prozess gegen unsere Freundin Latife das Urteil verkündet werden. Das Verfahren basiert auf dem mit rechtsstaatlichen Normen nicht vereinbaren Paragraphen 129b, der oftmals als „Willkürparagraph“ bezeichnet wird und es der Exekutive in Form des Justizministeriums bzw. der Bundesregierung erlaubt, auf dem Gebiet der Judikative zu wildern. Dies ist ein Verstoß gegen die Prinzipien der Gewaltenteilung.

Gegen Latife liegen keinerlei Beweise oder auch nur Indizien für kriminelle Handlungen vor. Allein aufgrund ihrer Mitgliedschaft im gemeinnützigen Verein „Anatolische Föderation“ wird ihr auf Befehl der türkischen Regierung der Prozess gemacht.

Wir fordern dazu auf, am 16.02. um 11 Uhr beim Obrlandesgericht Düsseldorf Cecilienallee Solidarität zu zeigen. Dies sind wir nicht nur unserer Freundin Latife schuldig, sondern auch der Demokratie an sich. Lasst uns gemeinsam ein Ende der Kooperation zwischen BRD und Erdogans Diktatur einfordern.

Genauere Informationen findet ihr hier: https://prozessbericht.noblogs.org/sample-page/

Philosophischer Salon: Soziale Erkenntnistheorie I

Am Mittwoch, 15.02.2016, um 19:30 Uhr findet wieder der Philosophische Salon im V6 statt.

Soziale Erkenntnistheorie I. Vertrauen in epistemische Autoritäten

„Warum glauben Sie, was Sie die Professorin im Auditorium lehrt?“
„Weshalb halten Sie für wahr, was in der Zeitung steht?“
Der sozialen Erkenntnistheorie zur Folge ist der überwiegende Teil unseres Wissens sozial vermittelt. Die Frage, warum wir eine Überzeugung für wahr halten, zielt vor diesem Hintergrund auf den epistemischen Status des Zeugnisses anderer ab. Da wir aus Gründen begrenzter Ressourcen und Kompetenzen nicht in der Lage sind, diese Zeugnisse steter qualifizierter Prüfung zu unterziehen, sind wir darauf angewiesen, unseren Mitmenschen und Institutionen zu vertrauen. In diesem Vortrag gehe ich der Frage nach den Funktionen epistemischer Autoritäten und den Problemen der Rechtfertigung sozialer Glaubwürdigkeitspräsumtionen nach. Der Vortrag schließt mit einer Anwendung der diskutierten Modelle auf die Phänomene des systematischen Misstrauens gegenüber dem Journalismus („Lügenpresse“) und den Wissenschaften („Systemwissenschaft“), ihrer (mangelnden) Rechtfertigung und einigen Erklärungsskizzen.

Anmerkung I
Im kommenden Monat (14.03.; ab März findet der Philosophische Salon stets am 2. Dienstag im Monat statt) folgt der zweite und vorläufig abschließende Teil dieser Reihe: „Soziale Erkenntnistheorie II. Ideologiekritik sozio-epistemischer Rahmenbedingungen.“ Ein Besuch des ersten Vortrags ist für das Verständnis zwar empfehlenswert, aber nicht obligat.

Anmerkung II
Für den 15.02. war ursprünglich der Vortrag „Die Darstellung Piłsudskis in der polnischen Gesellschaft zur Zeit der Flüchtlingskrise – Ideal und Wirklichkeit einer Identifikationsfigur“ angekündigt. Leider muss dieser Vortrag kurzfristig ausfallen. Ggf. wird er jedoch im Laufe des Jahres nachgeholt.

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